Es braucht gute Organisation und immer wieder auch Improvisation

09. April 2021

 

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stuttgarter Werkstätten werden von unserem Fahrdienst zur Arbeit gefahren – und nach der Arbeit wieder nach Hause. Wie funktioniert diese organisatorische Herausforderung?

 

Morgens ab 6.45 Uhr beginnt die Fahrdienst-Flotte der Lebenshilfe Stuttgart ihren Arbeitstag. 26 Fahrerinnen und Fahrer schwärmen in Kleinbussen aus – in die unterschiedlichsten Ecken Stuttgarts und bis weit über die Stadtgrenzen hinaus. Bis zu 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stuttgarter Werkstätten werden vom Fahrdienst zu ihren Arbeitsplätzen gefahren.

Die meisten Fahrerinnen und Fahrer sind in Rente und verdienen sich durch den Nebenjob etwas hinzu. Aber auch einige Fachkräfte der Werkstätten fahren vor und nach ihrer Arbeit in den Gruppen Bustouren.

Die reibungslose Arbeit des Fahrdienstes erfordert gute Organisation und immer wieder auf Improvisationsgeschick. Diese verantwortungsvolle Aufgabe meistert unser Fahrdienstleiter Markus Labahn gemeinsam mit junge Menschen, die bei uns ein Freiwilliges Soziales Jahr machen.

Einer davon ist Benedikt Auch. Der neunzehnjährige suchte nach dem Abitur eine Herausforderung und bewarb sich für ein FSJ im Fahrdienst.
„Meine Arbeit im Fahrdienst macht mir sehr viel Spaß und ist sehr abwechslungsreich. Das Fahrdienst-Team hat mich super aufgenommen und der Umgang miteinander ist sehr locker,” berichtet Benedikt. „Auch die Menschen mit Behinderung waren immer freundlich und kamen von Anfang an ohne Berührungsängste auf mich zu.”

Gemeinsam mit seinen Kollegen plant Benedikt die Routen der Bustouren. Das machen sie unter anderem ganz klassisch an einem großen Stadtplan. Jede Stecknadeln im Stadtplan steht für eine Adressen, die Fäden dazwischen symbolisieren die Fahrwege. 

Planung der Fahrdienst-Routen
Benedigt plant die Routen nicht nur, er fährt auch selber eine Tour. So kann er sich „morgens und nachmittags noch etwas dazuverdienen”. Außerdem kümmert er sich um die Fahrzeuge. „Die Busse müssen regelmäßig kontrolliert, repariert und geputzt werden. Ich bin daher viel unterwegs,” berichtet Benedikt von seiner Arbeit.

Der Fahrdienst hat keine Ersatzfahrzeuge. Wenn also mal ein Fahrzeug ausfällt oder eine Fahrerin oder ein Fahrer krank sind, muss das Fahrdienst-Team spontan umplanen. Dann sind Improvisation gefragt um niemanden lange warten lassen zu müssen.

Dieser herausfordernden Aufgabe stellen sich Markus Labahn und seine Mitarbeiter, wie der FSJ-ler Benedikt, jeden Morgen neu.