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Endlich ans Meer: Eine Reise, die viel mehr ist als Urlaub

Zum ersten Mal am Meer. Zum ersten Mal im Flugzeug.
Vier Menschen aus den Wohngemeinschaften in der Störzbachstraße machten Urlaub auf der Insel Rhodos.
Für sie ging ein großer Wunsch in Erfüllung.
In Deutschland war es sehr heiß. Auf Rhodos war das Wetter angenehm.
Die vier Reisenden verbrachten dort eine Woche Urlaub am Mittelmeer.

Zwei Personen sahen zum ersten Mal das Meer.
Zwei Personen flogen zum ersten Mal mit einem Flugzeug.
Nur die jüngste Reisende kannte Urlaub schon von Reisen mit ihrer Familie.
Viele Menschen kennen solche Erlebnisse.
Für diese vier Menschen waren sie etwas ganz Besonderes.

Ohne Hilfe geht es nicht

Allein zu verreisen ist für sie oft schwer.
Schon die Planung der Reise kann schwierig sein.
Zum Beispiel:
ein passendes Reise-Angebot finden
den Koffer packen
den Weg am Flughafen finden
sich an einem neuen Ort zurechtfinden

Manche Menschen brauchen auch persönliche Unterstützung.
Deshalb begleiteten Fachkräfte die Reisegruppe.
So hatten die Reisenden die nötige Hilfe.
Alle konnten den Urlaub genießen.
Sie konnten sich erholen.
Sie konnten Neues erleben.
Und sie konnten schöne gemeinsame Erinnerungen sammeln.

Urlaub statt Stress im Alltag

Das Hotel passte sehr gut zur Reisegruppe.
Das Hotel lag direkt am Strand.
Dort gab es Essen und Getränke für alle.
Die Reisenden konnten selbst entscheiden, was sie machen wollten.

Zum Beispiel:
- verschiedene Speisen probieren
- im Pool schwimmen
- bei Freizeit-Angeboten mitmachen

Es gab auch viele Veranstaltungen.
Zum Beispiel Shows, Musicals und Live-Musik.
So war für alle etwas dabei.

Am schönsten fanden die Reisenden den Strand und das ruhige Urlaubsleben.
Eine Woche lang mussten sie nicht an den Alltag denken.
Sie konnten sich entspannen und den Urlaub genießen.

Eine Person ist im Alltag oft sehr aktiv und unruhig.
Im Urlaub war diese Person die ganze Zeit entspannt.
Am liebsten saß sie auf einer Liege am Strand.
Sie genoss es sehr, einfach einmal nichts tun zu müssen.“

Alexandra Zarzani, Fachkraft

Es gibt noch HIndernisse

Die Gruppe besuchte die Altstadt von Rhodos.
Der Ausflug gefiel allen sehr gut.
Aber der Weg war auch anstrengend.
Deshalb machte die Gruppe keine weiteren langen Ausflüge.
Die Reisenden wollten gerne mit einem Boot fahren.
Das war leider nicht möglich.
Die Boote waren nicht barrierefrei.
Deshalb konnte die Gruppe sie nicht nutzen.

Das zeigt:
Es gibt im Urlaub noch immer Hindernisse für Menschen mit Behinderung.
Manche Angebote sind nicht für alle Menschen zugänglich.
. Trotzdem hat allen die Reise sehr gut gefallen.
Die Woche auf Rhodos war ein großer Erfolg.
Die Reisenden denken noch oft an den Urlaub.
Auch viele Wochen später sprechen sie noch gerne darüber.

Corinna fragt immer wieder: „Der Urlaub war schön! Wann fahren wir wieder in den Urlaub?“
Uwe spricht oft vom Flugzeug. Das Fliegen hat ihn sehr beeindruckt. Er erzählt: „Das Düsenflugzeug ist erst nach rechts und dann nach links geflogen.“
Auch Laura erzählt immer wieder von der Reise.
Sie sagt: „Der Urlaub war soooo toll! Ich hatte einen sehr schönen Urlaub. Am besten haben mir die Altstadt, das Essen im Restaurant und die Cocktails gefallen.“

Warum Reisen gut tut

Menschen mit Unterstützungsbedarf profitieren besonders von Urlaub und Reisen.
Sie erleben neue Dinge.
Sie lernen neue Orte kennen.
Sie sammeln neue Erfahrungen.
Das stärkt das Selbstvertrauen.
Dafür muss man nicht weit reisen oder etwas Besonderes erleben.

Schon kleine Veränderungen können viel bewirken.
Zum Beispiel:
- einen neuen Ort kennenlernen
- anderes Essen probieren
- neue Menschen treffen
- den Tag anders verbringen als zu Hause
Das kann Freude machen und den eigenen Horizont erweitern.

Reisen bedeutet aber noch mehr:
Menschen können am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Sie können selbst entscheiden, was sie erleben möchten.
Deshalb sind Urlaub und Reisen für alle Menschen wichtig.

Reisen mit der Lebenshilfe Stuttgart

Viele Menschen können einen Urlaub einfach planen.
Für Menschen mit Unterstützungsbedarf ist das oft schwieriger.
Sie brauchen häufig Hilfe bei der Organisation.
Oft ist auch eine Begleitung nötig.
Deshalb können sie nicht immer so einfach verreisen, wie sie möchten.
Die Reisen der Lebenshilfe Stuttgart machen das möglich.

So können Menschen mit Unterstützungsbedarf Urlaub machen und neue Erfahrungen sammeln.
Die Lebenshilfe Stuttgart bietet schon seit vielen Jahren Urlaubsreisen an.
Früher reisten oft große Gruppen gemeinsam.
Heute sind die Gruppen kleiner.
Dadurch kann besser auf die Wünsche und Bedürfnisse der Reisenden eingegangen werden.
Es gibt auch Angebote für Paare und für Menschen, die allein reisen möchten.

Birgit Sauer organisiert diese Reisen seit 17 Jahren.
Sie arbeitet für das Reisebüro „Lehi-tours“ der Lebenshilfe Stuttgart.
Viele Reisen führen zu Orten in Deutschland.
Manche Reisen gehen auch in andere Länder in Europa.
Besonders beliebt ist die Insel Sylt .

Urlaub nach den eigenen Wünschen

Die Reise-Angebote sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie nutzen.
Es gibt viele Möglichkeiten:
- Reisen übers Wochenende
- Städtereisen
- Wellness-Urlaub
- Urlaub auf dem Land
- Badeurlaub am Meer

Auch persönliche Wünsche werden nach Möglichkeit erfüllt.
In diesem Jahr gab es zum Beispiel:

  • Nachträgliche Hochzeitsreise nach Mallorca für ein Paar zum 4. Hochzeitstag
  • Städtereise nach Hamburg mit Musicalbesuch für eine Einzelperson
  • Städtereise für 2 Wohnkunden nach Paris.
  • Reise in den Schwarzwald für 3 Wohnkundinnen aus dem Ambulant begleiteten Wohnen
  • Wanderreise für 2 Freundinnen im Schwarzwald

Ob Urlaub auf Rhodos, ein Wochenende in einer deutschen Stadt oder die lange gewünschte Reise nach Paris: Die Reisenden sammeln schöne Erinnerungen. Diese Erinnerungen bleiben oft noch lange nach dem Urlaub.

„Es ist mir eine besondere Freude, wenn ich persönliche Wünsche erfüllen kann.“

Birgit Sauer, Leiterin von Lehi-tours

Damit die Reisen gut gelingen, kümmert sich Lehi-tours um die Organisation.
Lehi-tours plant zum Beispiel:
- die Anreise
- die Unterkunft
- die notwendige Begleitung


Die Reisenden werden von Fachkräften und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt. So können sie sicher und entspannt verreisen.
Die Reisenden bezahlen einen Teil der Kosten selbst.
Weitere Kosten können von den Pflegekassen übernommen werden.

Diese Reisen sind wichtig. Sie stärken die Lebensqualität.
Sie fördern die Selbstbestimmung.
Und sie helfen Menschen mit Unterstützungsbedarf, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Ehrenamtliche Reisebegleitungen gesucht

Damit auch künftig möglichst viele Menschen ihre Reiseträume verwirklichen können, sucht die Lebenshilfe Stuttgart regelmäßig ehrenamtliche Reisebegleitungen.
Interessierte können sich unter Ehrenamt weiter informieren und Kontakt aufnehmen.

Helfen Sie mit, Urlaubserlebnisse zu schaffen

Es gibt viele Menschen mit Unterstützungsbedarf, die sich eine Reise nicht leisten können – Sie können helfen diesen ein Urlaubserlebnis zu ermöglichen: Spenden Sie direkt für diesen Zweck:

Spende an die Lebenshilfe Stuttgart

Lehi-tours ist das Reisebüro der Lebenshilfe Stuttgart. Jedes Jahr organisiert Lehi-tours etwa 20 Reisen für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Es gibt verschiedene Reise-Angebote: Gruppenreisen mit kleinen Gruppen von bis zu sechs Personen Reisen für Paare Reisen für Einzelpersonen Drei hauptamtliche Reiseleitungen planen und begleiten die Reisen. Sie werden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt. Die Reisenden bezahlen einen Teil der Kosten selbst. Außerdem können Leistungen der Pflegekasse genutzt werden. So können Menschen mit Unterstützungsbedarf verreisen, neue Erfahrungen machen und schöne Urlaubstage erleben.

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    Kosten und Finanzierung

    Unsere Angebote sind anerkannte Unterstützungsangebote im Alltag, das heißt, dass Sie unsere Angebote zum Teil aus Mitteln der Pflegeversicherung finanzieren können. Voraussetzung ist dabei ein Pflegegrad. Die Leistungen müssen Sie bei der Pflegekasse beantragen.

    Wenn Sie die Angebote über die Pflegekasse bezahlen möchten, kreuzen Sie das bitte im Anmeldeformular an, damit wir die Rechnung entsprechend erstellen können.

    Gesamtbetrag aus Verhinderungs­pflege (§ 39 SGB XI) und Kurzzeit­pflege (§ 42 a SGB XI) ab Pflegegrad 2

    Laufzeit: Ein Kalenderjahr
    (Januar bis Dezember)

    Betrag: 3.539 € im Kalenderjahr

    Antrag: Muss von Ihnen selbst jedes Jahr neu bei der Pflegekasse beantragt werden.

    Entlastungsbetrag (§ 45 b SGB XI) ab Pflegegrad 1

    Laufzeit: 12 Monate
    (Januar bis Dezember)
    (Der Restbetrag kann bis Ende Juni des Folgejahres ausgegeben werden)

    Betrag: 131 € pro Monat (Anspruch für 12 Monate: 1.572 €)

    Antrag: Automatischer Anspruch, sobald Pflegegrad vorliegt.

    Bei Nutzung aller Möglichkeiten haben Sie pro Jahr folgenden Betrag  zur Verfügung:

    (

      3.539 € 

    +

      1.572 € 

    ) = 5.111 €